Unrunde 21K in Bremen

Nach dem Marathon in Berlin ist jetzt eine knappe Woche vergangen und ich hadere immer noch mit der Art und Weise wie alles abgelaufen ist. Aber egal. Hier zum Heimatmarathon habe ich einen Job zu erledigen. Ursprünglich wollte ich einen ganz gemütlichen 2h Lauf machen aber da Manuelas eigentlich für Bremen gedachter Pacer sein eigenes Highlight von Berlin nach Bremen verschieben musste bin ich natürlich gern eingesprungen. Unglücklicherweise hat Manuela sich einen respektablen Effekt eingefangen so dass diese Verpflichtung nicht weiter bestand. Trotzdem war ich nicht in Stimmung einen Genusslauf  zu machen. So war ich sehr erfreut als Jean mich fragte ob wir den Lauf so um eine 5er Pace zu machen. Da ich Jean´s Bestzeit kenne habe ich mir ein bisschen was vorgenommen. Das Wetter war Prima obwohl es am Vortag noch reichlich Tränen aus dem Himmel gab. Wie abgesprochen gingen wir die ersten km an – ab dann machte ich es meinen Mitläufern mit unregelmäßigen Tempi nicht leicht in einen Flow zu kommen. Aber meine Beine waren schnell schwer und ich hatte Probleme einen Rhythmus zu finden der Konstanz zulässt. Wir verabredeten uns frühestens nach 10km einen Verpflegungsstand zu nutzen. Ging auch nicht anders da es bis dahin keinen gab. Unfassbar blöd für die vielen Debütanten die sicher einen anderen Raceplan hatten. Dann ab km 10 ging es recht konstant über die Strecke und durch Findorff wo es immer schön laut wird an der Strecke. Danach folgt dann allerdings die Ernüchterung durch Walle und die Überseestadt. Später an der Schlachte schwappt die Stimmung dann richtig schön über. Dieses Jahr waren besonders viele Leute da. Sicher haben einige mehr das schöne Wetter genutzt um noch draußen ein paar Sonnenstrahlen zu genießen.  Nach der Schlachte dann wieder die lange Leier Richtung Weserstadion. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Nach dem Durchlauf durch das Weserstadion wartet dann ein Verpflegungsstand an dem wir recht viel Zeit verbracht haben. Ab dann war klar dass kein weiterer Stand mehr angesteuert wird. Die Rampe zum Osterdeich habe ich ja bereits im letzten Jahr als eklig kennen gelernt. Da ich dieses Mal aber bewusster gelaufen bin konnte ich auch rechts und links der Strecke ein bisschen Stimmung aufnehmen. Dann durch den Tunnel am Tiefer der auch immer ein wenig fies ist um dann gedanklich am Ziel vorbei zu laufen um an der Martinistr. weiter zu laufen. Irgendwann gibt es einen Durchgang zur Obernstr. Dort geht es den Schnurstracks auf das Ziel zu. Kurz vor eben diesen haben ich Jean signalisiert er soll nochmal Gas geben. Ich bin dann einige Sekunden später in 1:42:25 durchgelaufen. Hier gibt es ein sehr schönes Video vom Zieleinlauf mit einem tollen gemeinsamen abklatschen.
Eigentlich ein toller Lauf .. das Organisationschaos rund um die Verpflegung während und nach dem Lauf sowie die träge Ausgabe der  Startbeutel nach dem Lauf ( Ich musste fast 15 Minuten auf den Beutel warten ) trübten das ganze doch ein wenig ein. Nächstes Jahr natürlich wieder. Dann wohl aber als vollen Marathon.

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