Round Baldeneysee

Ein langer Lauf am Wochenende sollte es werden – etwas nettes außerhalb Bremens wo man Abstand und Ruhe finden kann.
So lenkte sich Sonjas Aufmerksamkeit auf die Baldeneyer Seenrunde in der Nähe von Essen.
Da ich ein nettes Hotel in der Gegend kenne haben wir also gleich zugeschlagen und sind ohne Startplatz Richtung Witten aufgebrochen wo wir am dortigen Kemnader See unser Zimmer bezogen.
Nach der am Abend vor dem Lauf die obligatorischen Pizza und einem Bierchen haben wir dann noch etwas Zeit in der Lobby verbracht um später den unglaublichen Jungs und Mädels auf Hawaii beim Ironman zuzuschauen.

Radeln auf Hawaii

Am morgen wieder ungewohnt wie in Berlin ein vollwertiges Frühstück mit allem drum und dran. Das Hotel hatte extra früh das Frühstück bereitet . Sehr nett.
Am Tag zuvor sind wir erst zum Veranstaltungsort gefahren um zum Lauf nachzumelden. Leider war die Seenrunde schon ausgebucht so dass nur noch der Marathon überblieb .. kurz überlegt und beschlossen ganz ohne Druck den Lauf als langen Lauf zu versuchen.

Der lauf selber startet direkt am Baldeysee und führt um ihn herum. Das Wetter war eine Mischung aus Waschküche mit hoher Luftfeuchtigkeit und gelegentlichen Sonnenphasen. Somit war das ganz auf dem ersten Teilstück um den See recht belastend. Durch ein kleines Örtchen ging es mit erstaunlich vielen Höhenmetern. Später dann immer am See lang. Hier sollten wir nochmal vorbei kommen da es den See für die Marathonis zweimal zu umrunden galt.
Nette Gespräche und witzige Begegnungen konnten aber nicht übertünchen dass die Beine schwer waren. Die ersten 15km habe ich mich richtig gequält und ich kam in keinen guten Rhythmus. Ich merkte dass es bei Sonja auch nicht richtig rund lief.

Der Motivationskiller schlechthin allerdings war die Extra Schleife die für die Marathonis für die Extra ein Teilstück der A44 gesperrt wurde. Ewiglang bergauf und gerade auf einer Seite einer befahrenen Autobahn zu laufen ist nun wirklich nicht dass was ich mit Laufspass verbinde. Man hat zwar versucht durch regelmäßige Beschallung für Abwechslung zu sorgen aber das war gefühlt ein Tritt in die … da wieder rauszukommen war praktisch unmöglich zu uns auch bewusst war dass wir nochmal um den See müssen.

Bis km 32 lief alles nach Plan und ab dann war es sinnvoll das ganze so zu Ende zu bringen wie es angelegt war .. ein 30er +x .. 
In der Folge haben wir dann noch einen Läufer getroffen der eine Woche zuvor in Bremen gelaufen ist – dort waren wir als Zuschauer an der Strecke .. auch mal schön und interessant.
Den haben wir dann später noch etwas verwirrt… Wir kamen an einem Parzellenstand mit Echtbier vorbei.. ein paar Hundert Meter habe ich Sonja gefragt ob sie gerne eines gehabt hätte.  Das war für Sie eine gute Idee und so bin ich umgedreht und habe ihr ein Gläschen voll frisch gezapftem Pils besorgt – ein Gläschen – das Leergut musst also zurück.. Genüsslich ausgetrunken und wieder umgedreht um das Leergut abzugeben. Auf dem Weg dahin kam mir dann der Bremer Finisher von letzter Woche entgegen der schon komisch guckte. Also ich dann auf dem Weg zurück zu Sonja beim  überholen kurz erklärte was ich da gerade mache kam als Reaktion nur ein ungläubiges Kopfschütteln. 

Den Lauf als ganzes haben wir dann auch so betrachtet wie er war .. eine fröhlichen Zieleinlauf haben wir uns gegönnt und auf der Rückfahrt schon die nächsten Pläne geschmiedet – so muss das sein.

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