Wasserschlacht in Berlin

Berlin, Berlin , wir fahren nach Berlin..
So fing das alles vor 2 Jahren an was meine aussersportlichen Peaks betrifft. Damals stand ich kurz vor meinem ersten Marathon und vor einer privaten Phase über die ich hier nicht weiter berichten will. Das soll woanders erzählt werden.
Trotzdem hat es mich ja 2018 dann nochmal nach Berlin verschlagen aber so ganz habe ich auch da nicht meinen Frieden machen können mit dem Lauf.
Als sich nun also im Frühjahr 2019 doch noch die Gelegenheit ergab zwei Startplätze für Berlin zu bekommen habe ich nicht lang gezögert und Sonja direkt ermuntert die Gelegenheit zu ergreifen. Ein weiteres Mal Berlin stand also auf dem Programm.

Düstere Stimmung vor dem Start

Im Vorfeld verdüsterten sich allerdings die Aussichten auf ein sorgloses Erlebnis in Berlin. Die Anstrengungen der letzten Wochen zum Anfang dieses Jahres haben leider mehr wie nur Spuren hinterlassen. Eine mehrwöchige Zwangspause für uns beide hat einen langen Schatten auf die Aussicht geworfen in Berlin einen genüsslichen Lauf hinzubringen. Zum Glück hatten wir über einen Veranstalter gebucht und quasi keine Chance nicht zu starten. Sonst wären wir sicher schon Wochen vorher zur Erkenntnis gekommen es gar nicht zu versuchen.
Da auch ich immer grössere Probleme mit der Wade bekam gab es also eine mehr als nachlässige Vorbereitung und die nötigen Intensitäten wurden nie erreicht. An Tempoeinheiten war in keinster Weise zu denken. 1-2 Tausender bei max 90% waren bei mir drin. Lange Läufe Fehlanzeige. Die kamen erst 4 Wochen vor dem Event. Aber auch mehr oder minder Vorsichtig. An dem gebuchten Training haben wir so gut wie nie teil genommen.
Haken dran . Sachen packen und anreisen. Anders ging es nicht.

Die Messe

Mit dem Bus an der Messen angekommen gab es draußen vor der Tür einen Kinderlauf zu bestaunen. Die gingen ganz schön ab die Kids und die Eltern dazu.
Später haben wir dann unsere Unterlagen geholt und da die verabredete Abfahrt noch auf sich warten ließ haben wir die Zeit in der Erdinger Lounge bei Nüssen und Bier verbracht. Als es soweit war wollten wir nochmal an die frische Luft die leider nicht nur frisch sondern auch sehr Nass war. Ein heftiges Gewitter zog durch welches ein paar Minuten später ein atemberaubendes Bild über der Stadt zeigte. Das waren aber dann auch schon die Vorboten für den morgigen Tag des Laufes .. Alles in allem nicht sehr amüsant.

Aussicht aus dem Hotel am Vorabend

Den Vorabend haben wir dann mal ganz untypisch mit einem Buffet verbracht. Ein paar Bier gab es für mich auch . Noch ein bisschen Smalltalk mit Simone und Anneke was wohl gut an den Füssen wäre bei dem Sauwetter und dann sind wir noch kurz an die frische Luft gegangen und dann zeitig ins Bett.
Am Morgen mal ungewöhnlich ein ganz normales Frühstück mit allem drum und dran. Wir würden ja per Bus direkt zum Start gebracht werden so dass eine aufwändige Anfahrt per ÖPNV entfallen konnte. Schon nett.

Auf dem Weg zum Start

Vom Bus abgesetzt konnten wir zu Fuß ganz leicht am Kanzleramt vorbei über eine Spreebrücke den Startbereich erreichen. Dort haben wir uns vorm Rest der Gruppe getrennt um es uns bei unsicheren Bedingungen wieder in der Erdinger Lounge bequem zu machen. Vorher sind wir noch ein bisschen draussen im Gelände gewesen um Atmosphäre zu schnuppern. Für mich ist es ja nun schon das dritte Mal aber für Sonja ist es das erste Mal bei so einer gigantischen Veranstaltung in dieser gewaltigen Umgebung. Natürlich ein paar Pummelanten und Bremer getroffen

Die ersten Meter

Kurz vor dem Start aus Startblock E wurde es dann vom Wetter her langsam ungemütlich und die ersten Tropfen fielen. Da wir ja aber bereits unterwegs waren´, hat das zunächst nicht weiter gestört. 
Nach einiger Zeit ging das aber so richtig los und es schüttete wie aus Eimern.
Das war schon eine grosse Kopfleistung in dieser Form einfach so weiter zu machen.. Den Halben haben sind wir ziemlich genau in ner 5:30 durchlaufen und auch etwa ab dann wurde es eklig mit dem Wetter. Im Verlauf konnte man durch die Tiefen Pfützen feststellen wie schlecht die Strassen in Berlin sind. Teilweise bis zu den Knöcheln stand man im Wasser.
Aber alles ging in unserem gewohnten Gleichschritt seinen Gang und kurz vor Schluss ereilte mich dann noch durch die Kälte und die Nässe ein Krampf im hinteren rechten Oberschenkel . Sonja habe ich weiter geschickt. Ein beherzter Schlag mit der Faust auf den Muskel und ein wenig den Laufstil angepasst und so konnte ich sie wieder einholen . Gemeinsam glücklich und zufrieden absolvierten wir den zweiten Teil des Berlin Marathons 2019 in einer Pace von 5:19 und somit einem negativem Split. Eine starke großartige Leistung von Sonja an der ich zu keinem Zeitpunkt gezweifelt habe.

Wasserschlacht

Es regnete immer noch und zum Glück sind wir Erdinger Team Mitglieder. Schnell zur Lounge und dort die nassen Klamotten aus und in trockene so dass der Weg mit der U-bahn zurück zum Hotel doch noch ganz angenehm war. Wir fanden zwar nicht die von der Google App vorgeschlagene Verbindung weil, wie wir später dann auf Nachfrage erfahren haben, diese Verbindung noch garnicht gebaut ist. Berlin, Berlin !! Flughäfen und U-bahn Linien könnt ihr also nicht.

Im Ziel

Lustig um uns herum die ganzen Pinguine auf den Rolltreppen. Sonja ist da ja hart drauf was das betrifft und so haben wir jede Treppe, selbst die später im Hotel in den 10. Stock, rauf und runter genommen. Vorher haben wir es uns in der Lobby mit einem himmlischen Kaffee gemütlich gemacht. Wunderbar !
Das anschließende Essen im Hotel mit der Gruppe haben wir dann recht früh verlassen und haben den Abend mit uns allein stolz und zufrieden zu Ende gebracht.

Glückliche Finisher

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