Beinahe Havarie in Oyten

Eigentlich wollte ich meinen ersten offiziellen Multisport Wettkampf Anfang Juli mit meiner ehemaligen Fußballtruppe beim Hamburg Wasser Sprint Triathlon bestreiten. Da aber eine spontane Terminverschiebung für dieses Wochenende Freiraum schuf habe ich nach gutem Zureden von Sonja entschieden am Sonntag Morgen für die Volksdistanz nachzumelden. Einige Bekannte waren am Start so dass diese Entscheidung nicht so schwer fiel.

Sonja wollte zu Fuß anreisen so das ich mich früh am Morgen daran gemacht habe alles so einzupacken wie ich der Meinung war dass es richtig ist. Ich habe ja nur Erfahrung was reine Läufe angeht.
Also Rad, Radsschuhe, Laufschuhe, Trisuit, Neo, Startnummernband, Trinkflasche, Sonnenbrille, Schwimmbrille und Handtuch zusammengesammelt, alles ins Auto und ab zum Oyter See nach Oyten. Dort angekommen hab ich mich erstmal sortiert und geschaut wie die Gegebenheiten sind. Am Stand zum Nachmelden warteten schon ein paar wenige Sportler. ich stand so an 5. Stelle so dass es aufgrund der angekündigt noch 9 freien Plätze keine Probleme geben sollte.

Der Oyter See

Als es los ging wurde gleich dem ersten Nachmelder mitgeteilt dass es keine Plätze mehr für den Volkstriathlon geben würde. HM .. aber für die Sprintdistanz im Rahmen der Bremer Landesmeisterschaften sind noch ausreichend Plätze da. Nun gut .. ein DTU Startpass ist nötig – den habe ich aber zum Glück vom Erdinger Team. Also kurzum für die etwas längere ( nur das Schwimmen war länger ) Distanz angemeldet und geschnuppert wie es so weiter geht. Immer mehr Teilnehmer trudelten ein und machten sich auf den Weg in die Wechselzone. Zeit zu folgen… Zurück zum Parkplatz um die Utensilien zu präparieren. Also Startnummer auf das Nummernband, Radnummer auf das Rad und die Nummer für den Helm auf den Helm eben. ….
Wer oben aufmerksam mitgelesen hat konnte dort schon aufmerken dass ein entscheidendes Utensil für diesen Event leider nicht den Weg zum Veranstaltungsort geschafft hat… eben der Helm .. der lag warm und trocken da wo er jetzt besser nicht sein sollte.

Changezone

Übrigens Wetter.. ganz toll trocken warm und leicht windig.. man konnte eine entsprechende Dünung auf dem See erkennen. Wassertemperatur 21 Grad so dass die NEO´s zugelassen waren. Trotzdem fehlte ja der Helm. Die Zeit schien ausreichend um ihn zu holen und rechtzeitig zurück zu sein. Zum Glück fand dieser Event gleich um die Ecke statt. Das funktionierte ganz gut und ich war so rechtzeitig wieder da dass ich sogar noch mit Sonja ein bisschen in der Sonne warten konnte und noch mit einigen Bekannten plaudern.
Etwas später begab ich mich dann in die Startaufstellung und harrte der Dinge. Das letzte mal dass ich in einem Freiwasser geschwommen war ist schon ewig her und langsam beschlich mich ein mulmiges Gefühl. Schliesslich stehe ich umringt von Teilnehmern der Bremer Landesmeisterschaft. Mir ist kalt und ich bin unsicher was meine Schwimmerei im Freien betrifft. Die ersten Meter gings noch aber dann kam alles zusammen…

auf den ersten Metern ..

Diverse Karambolagen, jede Menge Welle und ne Menge Wasser da wo ich es nicht haben wollte. Also beschloss ich zumindest zu überleben und irgendwie durch zu kommen. Seite an Seite mit 2-3 anderen dümpelte ich also um die 2 Bojen des Oyter See´s bis ich langsam wieder den Mut fand in einen flotteren Stil zu wechseln. Das sorgte zumindest dafür dass ich nur als 3. Letzter das Wasser verlassen habe. Ein freundliches Daumen hoch gepaart mit einem „Glückwunsch! Du hast es überlebt“ waren dann auch nur bedingt eine Aufmunterung. So bin ich also der Überschrift dieser Zeilen gerecht geworden.. viel hat allerdings nicht gefehlt ..

als Vorletzer oder so aus dem Wasser

In der Wechselzone zum Rad gab es dann auch noch einige Hakeleien und Anfängerfehler so dass es ordentlich verspätet auf die Radstrecke ging.
Ich war schon überrascht wie schlecht diese Radstrecke von der Bodenbeschaffenheit war und wie viele enge Kurven zu bewältigen waren. Auch den Strassenabsperrungen durch Ordner musste immer wieder besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden da einige Verkehrsteilnehmer diese doch einfach ignorierten.
Trotzdem konnte ich auf der Radstrecke den ein oder anderen Platz gut machen und kam mit einem Schnitt von knapp 33km/h doch zu einem für mich zufrieden stellenden Radresultat.

auf den letzten Metern

Dem folgenden Wechsel von Rad auf die Füsse kommentierte ein Trainingspartner von der Brinkumer Bahn folgendermassen:

Marvin …. Pöh !

Anschließend sollten dann noch 2 Runden um den Oyter See folgen damit die Laufstrecke von ca. 5,5 km den Abschluss des Wettbewerbs bilden konnte. Ich kenne die Runde um den See ganz gut und wusste dass es auch anspruchsvoll werden würde da es viele Wurzeln, unebene Stellen wie auch Löcher gab. Einigermaßen konstant drehte ich die erste Runde bis ich auf einen etwa gleich schnellen Läufer auflief. Als er mich bemerkte zog er an und ich blieb ihm im Nacken. Kurze Zeit später registrierte ich dass es sich um einen Läufer aus der Spitzengruppe des Volkslauf handelte der nach uns gestartet war und durch die kürzere Schwimmstrecke und schnellere Radpassage dann vor dem Laufteil vor mir war aber ja in keiner Weise in Konkurrenz zu mir stand. Das hab ich ihm dann signalisiert worauf er mich erleichtert anlächelte und mich ziehen ließ. Er hat mir übrigens kurz vorher noch sein Wasser aus dem Gurt angeboten. Die 5,5 km hab ich dann ich knapp 24 Minuten hinter mir gelassen womit ich auch sehr zufrieden war Angesichts meiner Unerfahrenheit.

Das mag ich ..

Resümierend kann ich sagen dass ich glaube dass ich im allgemeinen so meine Probleme mit Kurzstrecken habe. Beim Laufen habe ich es lieber länger und taktischer. Ab Halbmarathon ist es für mich OK. 10er und 5er würde ich im Wettbewerb nicht mehr laufen wollen.
Wenn es sich beim Multisport ähnlich verhält so würde das bedeuten dass alles ab 70.3 Ok ist. Da ich aber weder einen Sprint noch eine olympische Distanz ordentlich über die Bühne bekommen habe werde ich erst mal bei den kurzen knackigen bleiben und das mal etwas souveräner zu gestalten um das wirklich beurteilen zu können. Dafür ist es zwingend nötig mal das Freiwasser schwimmen zu verinnerlichen.
Trotzdem .. die erste offizieller Badekappe ist eingeheimst und es sollen weitere folgen.

Quellen und Links:

Bilder: Sonja Kellner und Matthias Korn Vielen Dank !
Links: Einhorn Triathlon Oyten und Knaus Ferienpark Oyten .. auch Euch vielen Dank !

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