Nebel beim 42/21K in Marienburg

Kurz nach dem Bottroper Herbstwaldlauf habe ich mir auf einer Trainingsrunde eine unschöne Muskelverhärtung / Zerrung oder gar Muskelfaserriss der rechten Wade zugezogen. Der geplante Marathonstart in Marienburg rückte immer näher und Sonja und ich hatten eigentlich vor gemeinsam zu starten.
Denn es handelt sich um einen schönen Landschaftsmarathon mit immerhin 600 Höhenmetern. Da der Lauf in Form einer 8 verläuft und zudem in 2 Runden zu absolvieren ist wollte ich es trotzdem wagen. Aussteigen kann man ja dort leicht.

Im Vorfeld hatte ich während einem Trainingslauf mal schnelles Gehen versucht. Das ging sehr gut mit den Schmerzen und es war immerhin eine respektable 6er Pace dabei raus gekommen.

Vor dem Start

Die Anfahrt zum Schloss lief reibungslos und vor Ort war alles schön organisiert. Noch eben ein paar Pummels hallo`t und schon knallte der Startschuss. Sonja vorne weg weil sie ja normal mitlaufen konnte. Ich mit Yvonne und Ingo hinterher. Zunächst geht es bequem durch das Dorf wo gemeinsames Laufen möglich ist. Später kommt man den auf einen Feldweg wo Gänsemarsch angesagt ist. Maximal zu zweit kann man da nebeneinander laufen. Dann Singletrails und ein paar Steigungen bevor es dann richtig rauf geht zum Schloss. Währenddessen noch dröhnender Hard Rock ganz nach meinem Geschmack.
Vom Schloss ist von weitem heute nicht viel zu sehen da es im dichten Nebel liegt.

Der Lauf durch den Schlosshof hat eine ganz besondere Atmosphäre. Man fühlt sich in in die Vergangenheit zurück versetzt. Dort am Verpflegungspunkt gibt es warmen Tee. Wunderbar.

Danach geht es erstmal wieder runter und ich fange an mich an der schnellen Geherei zu stören. Plötzlich ein Kontrollpunkt wo aufgepasst wird dass keiner durch den Wald abkürzt. Traurig dass man sowas machen muss. Es wird ja aber leider immer wieder gemacht dass die Menschen sich selbst betrügen.

Trailig

Nach dem Verpflegungspunkt im Dorf erwartet uns der 2. Teil der Strecke der wesentlich weniger spektakulär ist aber auch einen gewissen Charme hat. Auch hier findet sich ein weiterer Verpflegungspunkt so dass die Versorgung der Läufer über die Strecke bestens gewährleistet ist.
Jetzt gegen Ende der 2. Hälfte bin ich vom schnellen gehen ins Laufen verfallen und spüre dass es gar nicht gut für meine lädierte Wade ist. Trotzdem überlegte ich mit Blick auf die Zeit weiter zu laufen und den Marathon zu beenden. Um die Möglichkeiten zu erfahren bin ich dann zum Halbmarathon Ziel zum Wettkampfleiter um diese zu erfragen. Damit war aber schon eine Entscheidung getroffen da ich ja gerade durchs Ziel gelaufen bin und damit als Halbmarathon Finisher durch den Chip registriert wurde. Auch mal schön wenn man nicht selbst entscheiden muss.

Der Hof mit Verpflegungspunkt

Da ich Sonja mit einer Endzeit um die 4 Stunden erwartet habe hatte ich also genügend Zeit mich umzuziehen, zu duschen und Ihr auf der Strecke entgegen zu gehen. Die Duschen waren leider voll und kalt weil ich ja zur Hauptzeit der Halbmarathon Finisher im Ziel war .. kein Spaß bei den Aussentemperaturen. Also dick angezogen und wieder raus um Sonja zu erwarten. Sie kam dann deutlich früher wie erwartet und ich konnte Ihr zusehen wie Sie fast 30 Minuten schneller wie im letzten Jahr durchs Ziel lief.

Ein Sonnenschein im Winter ..

Alles im allen ein liebevoll organisierter Lauf mit ordentlich Anspruch – dieses Jahr war die Strecke trocken und durch die Kälte waren auch die schwierigen trailigeren Passagen gut zu laufen. Ein Veranstaltung die zum Wiederkommen einlädt ! Vielen Dank an das Team und Bis Bald !

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