Letzte Zeche – 50K Bottroper Herbstwaldlauf

Am 5. November ich und am 7. November Sonja .. Das sind unsere Geburtstage. Grund genug sich einen besonderen Lauf zu gönnen. Nämlich den Bottroper Herbstwaldlauf als Ultra über die 50km. Vielleicht der letzte seiner Art.. denn im Zuge der Zechenschließungen wird auch die letzte Zeche – Prosper Haniel – noch in diesem Jahr Ihren Betrieb einstellen

So haben wir uns also kurz entschlossen mit dabei zu sein bei diesem Traditionsreichen Lauf. Über 2 Runden a 25km sollte dieses Event vonstatten gehen und somit würde Sonja auch gleichzeitig Ihren ersten Ultramarathon bestreiten. Kurzerhand ein Hotel in Essen an der Grugahalle gebucht und dort Abends ein paar schöne Momente in der Sauna und der Hotelbar verbracht.

Am Morgen dann die knappe aber rechtzeitige Anfahrt zum Zechengelände wo es uns gelang noch einen der letzten Parkplätze direkt auf dem Gelände zu ergattern. Das war wichtig weil uns nicht so ganz klar war wie wir uns bei den Temperaturen um die 10 Grad ausrüsten sollten.

Der Bottroper Herbstwaldlauf wurde 1972 zum ersten Mal in Bottrop ausgetragen. Start und Ziel war damals das Jahnstadion mit der angrenzenden Dieter-Renz-Halle in Bottrop. In den ersten Jahren wurden ausschließlich Strecken über 25 km angeboten. 

Seit 1996 hat diese Laufveranstaltung in Bottrop eine neue Heimat gefunden. Start und Ziel befinden sich nun auf dem Gelände des Bergwerk Prosper-Haniel. Grund für den Standortwechsel war ein Großbrand, der im März 1996 die Dieter-Renz-Halle völlig zerstört hat. Die Grubenwehr des Bergwerks Prosper-Haniel war dann gerne bereit, uns für die Veranstaltung ihr Gelände zur Verfügung zu stellen. Start und Ziel befinden sich quasi unter dem Förderturm, für die Umkleide und das Duschen steht die Bergwerkskaue den Läuferinnen und Läufern zur Verfügung. 
Der Herbstwaldlauf ist heute für viele Sportler aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern der ideale Saisonabschluss. Darüber hinaus veranstalten wir in unserer Region den einzigen Ultra-Marathon. Die Deutschen Meisterschaften über die 50 km Distanz haben bereits vier Mal in Bottrop stattgefunden. 

Titelsponsor unserer Laufveranstaltung ist seit vielen Jahren die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) aus Mülheim. Daneben unterstützen uns viele lokale Unternehmen aus Bottrop. Dank dieser Unterstützung sind wir auch in der Lage, die Startgebühren auf einem vergleichbar niedrigen Niveau zu halten.

Alle heute gelaufenen Strecken führen die Athleten über gute Waldwege in der Kirchheller Heide. Unsere Vereinsmitglieder sorgen auf der Strecke an vier Verpflegungspunkten für das leibliche Wohl der Läuferinnen und Läufer.

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Die Facebookseite vom Bottroper Herbstwaldlauf

Eine Gesangsgruppe intonierte das Steigerlied vor dem Start – also konnte die Gruppe der Ultraläufer gut gelaunt starten.
Zunächst reihten wir uns in den Fluss ein und blieben dann bei einer grösseren Gruppe aus der Region mit denen wir auch nette Gespräche hatten. Da es Sonja´s erster Ultra werden sollte hatten wir keinen Plan festgelegt und dachten es wäre gut das ganze recht langsam anzugehen.
Nach etwa 14km wurde uns das ganz dann doch zu langsam und auch zu kalt und somit zogen wir unsere Tempo leicht an was auch zur Folge hatte dass wir verschiedene Gesprächspartner fanden die wir aber immer mal wieder verlassen haben oder die unserer Geschwindigkeit nicht folgen wollten. Wir genossen die Abwechslungsreiche Runde die sowohl durch Wald als auch durch Felder und Wiesen ging. Asphaltteile waren auch dabei und die Höhenmeter hielten sich in Grenzen.

Zu meiner Überraschung war die Vorgehensweise an den Verpflegungspunkten doch eine andere wie ich sie von den bisherigen Ultras kannte. Das mag daran gelegen haben dass die Veranstaltung auch den Deutschen Meister im 50km Lauf küren sollte. Es war also einiges hektischer und lange nicht so gemütlich wie sonst. Wir haben uns angepasst und die Zeit an den Verpflegungspunkten minimiert. Ausgestattet waren diese Punkte ganz hervorragend mit allen möglichen Leckereien.

Die erste Runde von 2 zu absolvierenden beendeten wir in ca. 2 Stunden und 36 Minuten. Also eher verhalten in einer Pace von 6:16.

Auf der zweiten Runde plötzlich ließ Sonja es einfach laufen und wir liefen die fehlenden 15km bis zum Marathon in einer Pace von 5:30 und somit deutlich über 4 Stunden. Aber nun kam ja für Sonja Neuland und es war spannend wie sie mit den weiteren Kilometern umgehen würde. Zunächst wurde wir langsamer. Da wir immer wieder schon während der letzten Kilometern von den Streckenposten aufgrund unseres Gleichschrittes und Harmonie begeistert angefeuert und motiviert wurden hat Sonja dann noch mal alles ausgepackt und wir flogen förmlich die letzten KM bis zum Ziel an noch vielen Läufern vorbei die uns teilweise fragten was mit uns nicht in Ordnung ist.

Der Zieleinlauf dann etwas ganz besonderes .. Der Sprecher fing schon lang vor dem Ziel an den Zuschauern anzukündigen „Wenn ihr mal ein richtiges Läuferpärchen sehen wollt dann müsst Ihr jetzt gucken . Dahinten kommt eins. Guckt euch mal den Gleichschritt an.. wie schön das aussieht „

Hier ein Video vom Lauf ( allerdings die 25K) von Frank Pachura

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